Projektraum, Köln-Kalk

Autor: Florian Egermann

Trimbornstrassenfest

31.8.2025

Trimbornstrassenfest 2024
Foto: Almut Elhardt

Trimbornstrassenfest 2023 — Foto: Almut Elhardt


Willkommen auf der Trimbornstrasse!

Am 31. August laden wir, die Nachbarschaft der Trimbornstraße, zum dritten Trimbornstraßenfest ein!

Es wird ein vielfältiges Programm zum Verweilen, Schmausen und Tanzen geben. Was sonst hektischer Durchgangsort zwischen den Köln-Arcaden und der S-Bahn Station Trimbornstraße ist, wird für einen Tag zu einem autofreien Raum und einem Begegnungsort für Alle.

Neben einem abwechslungsreichem Musikprogramm wird es zahlreiche Stände zum Ausprobieren und Mitmachen geben – alles organisiert von der Nachbarschaft, 100 % unkommerziell und selbstgemacht. Im Rahmen des Festes wird auch die Frage nach der Zukunft der Trimbornstraße gestellt, Ideen für ein gelungenes Miteinander entwickelt und Raum für Austausch über das Leben in Kalk geschaffen.

Außerdem stellen sich zahlreiche Initiativen aus Kalk vor – und berichten von ihrer Arbeit im Veedel.

Fragen oder Ideen? Braucht ihr Unterstützung? Stand anmelden?
Meldet euch bei uns! trimbornstrassenfest@mail.de / Instagram

Wir freuen uns auf Euch!

Buntes Plakat für das Trimborn Straßenfest am 31. August, mit einer gezeichneten, katzenähnlichen Figur auf pinkem Hintergrund und verspielter, handgeschriebener Schrift.
Plakat 2025, Gestaltung: Linda Weidmann

Programm 2025

Musikprogramm

11:00 Ohne das Staunen
11:45 May Summer
12:30 Isaac
13:45 Johann Zeijl
15:00 Chorgonzola
16:15 Leyla’s Freunde
18:00 Raices Picantes

Aktionen

LÖTEN —Kalkspace
DRUCKWERKSTATT mit Franki
BOXEN — Veilchen Boxen eV.
BASTELN/MALEN mit Mapurna
uvm… Liste wird aktualisiert!

Barrierefreiheit

Das Fest ist barrierefrei zugänglich, barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung. Sprecht gerne das Awareness-Team an wenn ihr Fragen habt.

Trimbornstrassenfest 2024

Ein farbenfrohes Poster für das "Trimborn Straßenfest" am 16. Juni von 11 bis 19 Uhr. Der Hintergrund zeigt eine stilisierte Stadtansicht in Rot, Blau und Schwarz. In der Mitte steht groß "Trimborn" und darunter "Straßenfest" geschrieben. Ein weißes Banner mit schwarzer Schrift listet Aktivitäten wie Musik, Kinderprogramm, Workshops, Flohmarkt, Kaffee und Kuchen auf. Ein freundlicher gezeichneter Charakter hält das Banner. Unten sind Logos und Förderhinweise, sowie ein QR-Code für weitere Informationen. Das Fest ist autofrei.
Plakatgestaltung: Linda Weidmann

Programm

Musikprogramm

11:00 – 11:30 Freda
11:45 – 12:15 Angelica Summer
13:00 – 13:45 Plastic Soup
14:15 – 14:45 Hardchor
15:10 – 15:45 Vego Jazzmin
16:15 – 17:00 Ancr to Past
17:45 – 19:00 Leyla’s Freunde

Workshops

LÖTEN —Kalkspace
DRUCKWERKSTATT mit Franki
SEEDBOMBS basteln — Nur ein Karnevalsverein
BOXEN — Veilchen Boxen eV.
ZEICHENWORKSHOP mit Kévin Cabaret
KINDERSCHMINKEN mit Selma
FAHRRADWERKSTATT mit Kamil
BASTELN/MALEN mit SwaF, Taunuspänz Kita und Mapurna

Wir danken

Gefördert mit Mitteln des Stadtbezirks Kalk
Bürgerstiftung Köln
Stiftung Kalk Gestalten
Bauhaus Köln

St. Josefs Apotheke

Kiosk Utrilla
Bäckerei Hesterbrink
In-Haus
Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
Kran51 e.V.

Kontakt

Bürger:innen Initiative Trimbornstr

trimbornstrassenfest@mail.de
c/o IDYLL
Trimbornstr. 7
51105 Köln

Linda Weidmann
SHE LOOKS UP TO THE SKY – WHERE NO SKY IS

Frau in heller Kleidung liegt auf dem Rücken und schaut nach oben in den Himmel, umgeben von einer dunklen, wolkigen Atmosphäre.

Eröffnung mit Performance: 16.8.2025, 19:00
Ausstellung in den Schaufenstern: 17.8.-10.10.2025

“Ich behaupte seit langem, dass Überwachung zwar oft vom Wunsch zu kontrollieren ausgeht – und immer mit Macht zu tun hat –, dies jedoch nicht ausschließt, dass es Möglichkeiten gibt, sie in den Dienst der Sorge um den Anderen zu stellen.” (David Lyon)

Bilder der Überwachung sind medial geprägt und weisen meist eine Strenge auf, die sich aus der zurecht beängstigenden Vorstellung von Überwachung ergibt. Doch einmal aus ihrem gerahmten Kontext befreit können diese Bilder eine magische Qualität entfalten, deren Ursprung jenseits von Kontrolle und Argwohn zu finden ist.

In der 4-Kanal-Videoinstallation SHE LOOKS UP TO THE SKY – WHERE NO SKY IS, die aus Linda Weidmanns gleichnamigen Masterthesis heraus entstanden ist, offenbart sich diese Ambivalenz der Überwachung. Was passiert, wenn die Bilder nicht ausschließlich als Kontrollinstrument betrachtet werden, sondern als erkenntnistheoretische Werkzeuge mit eigenständigem ästhetischem Potenzial, die einen empathischen Zugang zur Welt eröffnen?

Dann schaute sie tatsächlich in den Himmel!

Linda Weidmann (*1991), studiert Kunst- und Designwissenschaft an der Folkwang Universität der Künste, beschäftigt sich mit dem Phänomen Bild im Raum und untersucht dieses innerhalb intermedialer Strukturen. Sie arbeitet als Editorin und Visual Artist mit dem Barsch Kollektiv zusammen und experimentiert mit neuen Möglichkeiten bildnerischer Darstellungsformen.

Gefördert von der Stiftung KalkGestalten

Brigitte Dunkel
PRINCESSUAL 1982

Schwarz-weiß-Fotografie eines weiblichen Oberkörpers in eleganter Unterwäsche mit Korsett und Tüllrock. Die Person trägt eine mehrreihige Perlenkette, und der Stoff des Rocks ist mit kleinen Punkten verziert. Die Lichtführung betont Kontraste und schafft eine sinnliche, glamouröse Atmosphäre.

Vernissage: 17.05.2025, 17:00 Uhr
Finnisage: 28.05.2025, 17:00 Uhr
Ausstellung in den Schaufenstern: 16.05. – 29.05.2025

Im Rahmen von Internationale Photoszene Köln Festival 2025

Die ortsspezifische Fenster-Installation arrangiert unveröffentlichte Fotoperformances der frühen 1980er Jahre in einem speziell für IDYLL entwickelten Präsentationsdesign unter Verwendung des originalen, analog erstellten Materials. Die Bildserien inszenieren undurchschaubare Szenen mit einer weiblich zu lesenden Protagonistin, die an die Vorstellungskraft der Betrachter*innen appellieren.

Website Brigitte Dunkel

Barrierefreiheit: Die Ausstellung findet in den Schaufenstern statt, ist also ohne Stufe zugänglich. Toiletten sind über den Raum (eine Stufe) erreichbar, wir helfen dir gerne beim Zugang.

ELISA MOSCH
EPHEMERA

Eröffnung: 25.4.2025, 20:00
Ausstellung in den Schaufenstern: 26.4.-11.5.2025

Elisa Mosch (*1992, Essen) hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und ist als Autorin, im Kunstbetrieb und Galerienwesen tätig. Parallel begleitet sie ihre Wahrnehmung fotografisch und schriftlich.

Die Fotografien entstehen beiläufig – im Gehen, im Vorbeischauen, im Innehalten. Was in ihren Bildern sichtbar wird, ist nicht das Spektakuläre, sondern das vermeintlich Unwichtige und Banale. Die Tiefe ergibt sich für sie genau aus ebendieser Banalität und Direktheit, die durch Unverfälschtheit entsteht. Damit plädiert sie für Naivität und Langeweile in ihrer ursprünglichen Form.

Ihr Text ergänzt hier die Fotografien und reicht durch sie hindurch und über sie hinaus. Moschs Texte beschreiben die Spuren, die sie hinterlassen, und versuchen einen Umgang mit ihnen zu finden. Die Fotografien fangen ein, die Texte halten fest. Sie ergeben zusammen nicht nur Abbild, sondern Bild.
Was sich in ihren Bildern sammelt ist ein Echo von Existenz, Interaktion und Gesellschaft – manchmal schön, manchmal beiläufig, manchmal wie eine zufällige Reminiszenz. Elisa Mosch interessiert sich für das, was sich entzieht – das Unbeachtete, das Rohe, das, was sich nicht aufdrängt, sondern bleibt, wenn man hinsieht. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ohne Bearbeitung oder Inszenierung, aber mit einem Zugang für das, was erzählt, ohne erzählen zu wollen.

Ihre Bilder und Texte versteht Elisa Mosch als Gegenentwurf zur gegenwärtigen Reizüberflutung und Vermeidung von Tiefe, Konfrontation und Authentizität. Die Künstlerin nutzt für ihre Fotografien ein digitales Medium, um gegen digitale Schnelllebigkeit zu arbeiten, das sich auf das analoge Leben übertragen hat. Sie arbeitet mit einem Werkzeug, das wie kein anderes für den beschleunigten Bilderkonsum unserer Zeit steht. Und doch dienen diese Aufnahmen nicht der Reizsteigerung, sondern der Verlangsamung. Es ist eine bewusste Gegenbewegung: derselbe Auslöser, aber ein anderer Impuls. Ein digitales Medium, das nicht beschleunigt, sondern innehält – ergänzt durch Sprache und Schrift.
Moschs Texte unterstreichen die Wichtigkeit des analogen Ursprungs und des literarisch Haptischen – dem geschriebenen Wort. Moschs Texte sind tiefere Echos, die durch die Reflektion jener Bilder und Szenen resultieren. Sie zeugen von Dekadenz, im ursprünglichen Sinne des Wortes, sowie von Hoffnung. Sie unterstellen stets eine erhabene Poesie, Melancholie und Hoffnung, die Leben webt und Erlebtes verwebt.

EPHEMERA – das bedeutet: etwas, das nur für einen Tag bestimmt ist. Etwas, das vergeht. Der Begriff steht auch für Drucksachen mit kurzer Lebensdauer: Flugblätter, Hinweise, Mitteilungen. Der Titel benennt das Flüchtige – und macht es damit sichtbar. Vielleicht ist EPHEMERA genau das: ein Monument für den Moment.
Zwischen dem artifiziellen Aspekt des Festhaltens und des Rahmens durch Fotografie und Schrift und der gegenüberstehenden Unmittelbarkeit und Vergänglichkeit des Moments, entsteht ein Spannungsverhältnis, aus dem sich für Mosch das poetische Potenzial und ihre Präsenz ergibt.

Für die Ausstellung werden die Fotografien dramaturgisch auf die Glasscheiben des Idyll projiziert. Das Bild erscheint nur bei Dunkelheit, ist abhängig vom Licht. Zudem verrät die Projektion etwas: Sie verstärkt das, was Fotografie im Kern ist – eine Projektion des Inneren nach außen, sichtbar gemacht durch den Blick und die Reflektion. Das Motiv ist real, aber es wird gerahmt, interpretiert, gefärbt. Was sichtbar wird, ist immer auch ein inneres Bild. So wie der Text, der analog in die linke Scheibe platziert wird. Er ist das Greifbare, am Tag sichtbare Momentum – Papier, das einen Raum für Inhalt bewahrt und der Projektion gegenübergestellt wird.

Es geht Elisa Mosch nicht darum, die Gegenpole aufzulösen – sondern darum, sie tragen zu lassen. Der Moment bleibt nicht. Und trotzdem hinterlässt er Spuren. Die Spuren von Existenz, in kleinen Szenerien, Überresten, Strukturen, Gegenständen oder Konstellationen, die nicht gemacht wurden, sondern einfach entstanden sind.
Darin liest Elisa Mosch etwas Essenzielles, etwas, das unter der Oberfläche Sinn ergibt, eine Harmonie in der Kontingenz, etwas manchmal Berührendes, manchmal auch Abstoßendes –
vor allem aber etwas Echtes.


Gefördert durch die Stiftung KalkGestalten

Barrierefreiheit: Die Ausstellung findet in den Schaufenstern statt, also ohne Stufe zugänglich. Toiletten sind über den Raum (eine Stufe) erreichbar, wir helfen dir gerne beim Zugang.

Katharina Huber
Späternte

Älterer Mensch sitzt im Freien mit der Hand über dem Gesicht.

29.11.2024
19:00 Uhr: Eröffnung
19:30 Uhr: Vorführung des Kurzfilms „Späternte“ (25 Minuten)
20:00 Uhr: Start der Projektion im Fenster

30.11.2024 – 20.01.2024
Videoprojektion (45 Minuten Loop) und Stilleben in den Fenstern

Was wird gesät und was wird geerntet? Denn die Ernte, die wird kommen, unvermeidlich wird sie sein… Eine Meditation zu scharfen Klingen, Äckern und Büschen, Zeit und Raum. Die einen haben Gedanken, und die tragen sie im Gesicht, und andere haben (bestimmte) Intentionen, und die sieht man (oftmals) nicht (oder zu spät). Und die einen sind im Dunkeln, und die andern sind im Licht, doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht. Der Winter kommt (nach Mitteleuropa) und die Tage werden kürzer.

Katharina Huber ist freischaffende Filmemacherin und lebt in Köln. Angefangen hat sie als Malerin. Bis 2012 besuchte sie die Kunsthochschule für Medien Köln und 2014 mit der Unterstützung des DAAD Stipendiums das Royal College of Art in London. Zu dieser Zeit lag ihr Schwerpunkt im Bereich Animation und Kurzfilm. Seit der Rückkehr nach Köln hat sich dieser auf Spielfilm ausgeweitet. Ihre Filme wurden auf internationalen Festivals präsentiert und prämiert, unter anderem auf dem Locarno Film Festival mit dem „Best emerging director award“ für den Film „Ein schöner Ort“. Für ihren letzten Kurzfilm „Der natürliche Tod der Maus“ erhielt sie den Deutschen Kurzfilmpreis im Bereich Animation.

Gefördert durch die Stiftung KalkGestalten