Projektraum, Köln-Kalk

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If the revolution won’t be televised, why don’t we turn the TV off?
Victor Silberstein

Gelb-grünes Wandgemälde mit schwarzen abstrakten Formen und Handmustern. Ein weißes Blatt Papier mit handgeschriebenem Text ist aufgeklebt: "IF THE REVOLUTION WON'T BE TELEVISED, WHY DON'T WE TURN THE TV OFF?"

Eröffnung: 12.6.2026, 19:00
Ausstellung in den Schaufenstern: 13.6.-2.8.2026

Inspired by the words of Gil Scott-Heron, „The Revolution Will Not Be Televised,“ this work asks: Why don’t we turn the TV off? It invites the viewer to delve into a playful, colorful universe through their humanity.

While Heron titled his song, „The Revolution Will Not Be Televised“ in the context of Black Power, saying that the true revolution starts in the minds of Black Americans, these works enable our inner revolutions to unfold. In a time of instant connectivity and short-lived interactions through phones and other media, these groups of works invite us to pause amid the bustling streets of Köln-Kalk. With the window as an enabler of connection, we have a chance to be surprised, to laugh, to imagine. To have the TV off and our hearts on.

Victor Silberstein (Barcelona, 2001) is an artist whose practice leans on the unknown. Almost always unaware to what is going to come out, he paints from a space of uncertainty, allowing himself to be surprised by the mere joy of creating. His colorful and spontaneous universe invites us to be swayed away, and that beyond these feelings and experiences, we are still part of something bigger and deeply interconnected, something that could be called Love.

The Sky is a Singing Swarm
Viktor Brim

Magentafarbene Wüstenlandschaft mit tausenden Heliostaten und leuchtendem Solarturm – „The Sky is a Singing Swarm", Viktor Brim.

Eröffnung: 24.4.2026, 19:00
Projektionen in den Schaufenstern: 25.4.-7.6.2026

The Sky is a Singing Swarm (2024) ist eine Mehrkanal-Videoinstallation von Viktor Brim, entstanden in und um Las Vegas. Aus wechselnder Distanz blickt eine technospekulative Instanz auf eine Landschaft, die zugleich postapokalyptisch und archäologisch erscheint, durchzogen von den Spuren eines Imperiums, das seinen eigenen Niedergang in Monumenten, Ruinen und beschleunigten Zyklen kreativer Zerstörung inszeniert. Dieser Blick changiert zwischen maschineller Überwachung und metaphysischer Präsenz und lässt sich weniger als Subjekt denn als Metapher einer Beobachtung verstehen, die in letzter Konsequenz ein operativer Blick auf Landschaft ist. Damit knüpft die Arbeit an jene von Harun Farocki beschriebene Linie operativer Bilder an, in der Bilder nicht mehr repräsentieren, sondern messen, lokalisieren, prozessieren und einer Handlung vorausgehen oder ihr unmittelbar zuarbeiten.

Die Drohnenkinematografie erfasst die industriellen Wüstenzonen Nevadas, urbane Silhouetten und das umliegende Terrain und verschränkt menschliche, maschinelle und natürliche Sphären zu einem unauflöslichen Beziehungsgeflecht. Ein Infrarotfilter verleiht der Vegetation ein spektrales Rot und markiert zugleich den militärischen Ursprung des visuellen Apparats, dessen Wellenlängen ursprünglich der Aufklärung und Tarnungsdetektion dienten. In der Bildlogik der Arbeit schwingen Silhouetten unbemannter Fluggeräte und Waffensysteme als latente Formen mit, deren formale Präsenz auf den militärisch-industriellen Komplex verweist, ohne ihn ikonografisch ausstellen zu müssen. Die Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Überwachung, Drohnenkriegsführung und geopolitischer Repräsentation und positioniert den Schauplatz als postimperiale Beobachtungszone, in der sich Hegemonie, militärische Bildproduktion und spektakuläre Selbstinszenierung überlagern, während die Oberflächen der Stadt und die Weite der Wüste als gleichzeitig geweihte und stillgestellte Ruinen lesbar werden. Die räumliche Aufteilung auf mehrere Kanäle übersetzt die fragmentierte, entkörperlichte Logik dieses operativen Blickregimes in die Betrachtungssituation selbst und konfrontiert das Publikum mit einer Sehweise, die nicht für menschliche Wahrnehmung gemacht ist, der es sich aber dennoch aussetzt.

Viktor Brim (geb. 1987, Usbekistan) untersucht, wie sich Macht und Ideologie in Landschaften einschreiben, von post-sowjetischen Extraktionszonen bis zu den Standorten globaler Tech-Infrastruktur. Seine Praxis begreift Landschaft als skulpturales Material, geformt durch menschliche und nicht-menschliche Prozesse, und kartiert mittels forensischer Bildverfahren, wie sich technologischer Fortschritt durch Extraktion materialisiert und periphere Territorien in operative Felder verwandelt. Im Zentrum steht die Frage, wie Sichtbarkeit selbst zum Instrument geopolitischer Ordnung wird, wie Bilder nicht mehr nur repräsentieren, sondern messen, klassifizieren und steuern. Brims Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Beobachtung und spekulativer Verdichtung und legen jene Schichten frei, in denen militärische, industrielle und ökologische Logiken miteinander verschmelzen; Landschaft erscheint dabei nicht als Hintergrund, sondern als Akteur und Archiv zugleich, durchzogen von den Spuren ihrer eigenen Vermessung. Indem er Kameratechnologien einsetzt, deren Geschichte selbst in militärischen und wissenschaftlichen Kontexten verwurzelt ist, verschiebt Brim die Position des Betrachters und stellt die Bedingungen technisch vermittelter Wahrnehmung selbst zur Disposition.

https://viktorbrim.com/


Gefördert mit Mitteln der Stiftung Kalk Gestalten

Kévin Cabaret
Jacob Lyon
Anatole Serexhe
Illiminal Parking Space

Eine Vogelperspektive auf ein Gebäudekomplex mit Parkplatz, bearbeitet mit einem Kantenerkennungsfilter (Edge Detection). Der zentrale Bereich zeigt ein helles, weißlich-beiges Gebäude mit umliegenden Wegen und einem Parkplatz (erkennbar am „P"-Symbol).

Offene Residenz auf dem Parkplatz Vorsterstraße
6.4.-12.4.2026, 10:00 – 17:00
Standort

Ausstellung in den IDYLL Schaufenstern
6.4.-12.4.2026

Finissage IDYLL: 11.4.2026, 19:00

„In 2012, Kevin and Jacob meet in Saint Etienne, France.
Today, Kevin lives in Köln, Germany.
One day, he invites Jacob to visit the parking downstairs from his place, for a parking residency: spend a week there and see what happens.
Jacob likes the idea.
Time goes by.
In 2025, Jacob meets Anatole on a boat in Basel, Switzerland.
Anatole lives in Köln and Jacob tells him about the parking residency.
Anatole likes the idea.
Some time later, Jacob visits Kevin in Köln, and Kevin meets Anatole.
All three drink a coffee.
They then visit the parking.
They then drink another coffee and start talking.
They then decide to start the parking residency in March 2026.
And they decide to call it IPS :

Illiminal Parking Space.“

Anna Lytton
Knots

Nahaufnahme eines dunklen, verdrehten Seils/Strangs mit Knoten vor hellem Hintergrund

Eröffnung: 27.2.2026, 19:00
Finissage: 2.4.2026, 19:00
Projektionen in den Schaufenstern: 28.2.-3.4.2026

2-Kanal-Videoprojektion (2 Loops von unterschiedlicher Länge)


“A knot is never ‘nearly right’; it is either exactly right or it is hopelessly wrong, one or the other; there is nothing in between. (…) Make only one change (…) and either an entirely different knot is made or no knot at all may result.” – Clifford Ashley, The Ashley Book of Knots


In neun Bildern pro Sekunde lasse ich mich von der Aquarellfarbe leiten. Ein fadenhaftes Gebilde, eine Hand, fünf Finger als Ausgangspunkt, animiere ich Frame für Frame, Blatt für Blatt, gehe der inneren Logik der gezeichneten Bewegung nach. Spannen. Loslassen. Festwickeln. Rauswinden. Drunter. Durch. Drumherum. 

Anna Lytton lebt und arbeitet als visuelle Künstlerin in Köln. Sie studierte Visuelle Kommunikation in den Niederlanden sowie Mediale Künste mit Schwerpunkt Experimentelle Animation an der Kunsthochschule für Medien Köln. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Zeichnung, Animation, Film und Installation und untersuchen den menschlichen Körper sowie die sinnliche Erfahrung von Bewegtbild und Klang. Dabei entwickelt sie visuelle Konzepte, die poetische und wissenschaftliche Ordnungen erfahrbar machen und hinterfragen. Seit 2020 realisiert sie Live-Visuals in Zusammenarbeit mit Musiker*innen der frei improvisierenden Szene.

www.annalytton.com

Trimbornstrassenfest

31.8.2025

Trimbornstrassenfest 2024
Foto: Almut Elhardt

Trimbornstrassenfest 2023 — Foto: Almut Elhardt


Willkommen auf der Trimbornstrasse!

Am 31. August laden wir, die Nachbarschaft der Trimbornstraße, zum dritten Trimbornstraßenfest ein!

Es wird ein vielfältiges Programm zum Verweilen, Schmausen und Tanzen geben. Was sonst hektischer Durchgangsort zwischen den Köln-Arcaden und der S-Bahn Station Trimbornstraße ist, wird für einen Tag zu einem autofreien Raum und einem Begegnungsort für Alle.

Neben einem abwechslungsreichem Musikprogramm wird es zahlreiche Stände zum Ausprobieren und Mitmachen geben – alles organisiert von der Nachbarschaft, 100 % unkommerziell und selbstgemacht. Im Rahmen des Festes wird auch die Frage nach der Zukunft der Trimbornstraße gestellt, Ideen für ein gelungenes Miteinander entwickelt und Raum für Austausch über das Leben in Kalk geschaffen.

Außerdem stellen sich zahlreiche Initiativen aus Kalk vor – und berichten von ihrer Arbeit im Veedel.

Fragen oder Ideen? Braucht ihr Unterstützung? Stand anmelden?
Meldet euch bei uns! trimbornstrassenfest@mail.de / Instagram

Wir freuen uns auf Euch!

Buntes Plakat für das Trimborn Straßenfest am 31. August, mit einer gezeichneten, katzenähnlichen Figur auf pinkem Hintergrund und verspielter, handgeschriebener Schrift.
Plakat 2025, Gestaltung: Linda Weidmann

Programm 2025

Musikprogramm

11:00 Ohne das Staunen
11:45 May Summer
12:30 Isaac
13:45 Johann Zeijl
15:00 Chorgonzola
16:15 Leyla’s Freunde
18:00 Raices Picantes

Aktionen

LÖTEN —Kalkspace
DRUCKWERKSTATT mit Franki
BOXEN — Veilchen Boxen eV.
BASTELN/MALEN mit Mapurna
uvm… Liste wird aktualisiert!

Barrierefreiheit

Das Fest ist barrierefrei zugänglich, barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung. Sprecht gerne das Awareness-Team an wenn ihr Fragen habt.

Trimbornstrassenfest 2024

Ein farbenfrohes Poster für das "Trimborn Straßenfest" am 16. Juni von 11 bis 19 Uhr. Der Hintergrund zeigt eine stilisierte Stadtansicht in Rot, Blau und Schwarz. In der Mitte steht groß "Trimborn" und darunter "Straßenfest" geschrieben. Ein weißes Banner mit schwarzer Schrift listet Aktivitäten wie Musik, Kinderprogramm, Workshops, Flohmarkt, Kaffee und Kuchen auf. Ein freundlicher gezeichneter Charakter hält das Banner. Unten sind Logos und Förderhinweise, sowie ein QR-Code für weitere Informationen. Das Fest ist autofrei.
Plakatgestaltung: Linda Weidmann

Programm

Musikprogramm

11:00 – 11:30 Freda
11:45 – 12:15 Angelica Summer
13:00 – 13:45 Plastic Soup
14:15 – 14:45 Hardchor
15:10 – 15:45 Vego Jazzmin
16:15 – 17:00 Ancr to Past
17:45 – 19:00 Leyla’s Freunde

Workshops

LÖTEN —Kalkspace
DRUCKWERKSTATT mit Franki
SEEDBOMBS basteln — Nur ein Karnevalsverein
BOXEN — Veilchen Boxen eV.
ZEICHENWORKSHOP mit Kévin Cabaret
KINDERSCHMINKEN mit Selma
FAHRRADWERKSTATT mit Kamil
BASTELN/MALEN mit SwaF, Taunuspänz Kita und Mapurna

Wir danken

Gefördert mit Mitteln des Stadtbezirks Kalk
Bürgerstiftung Köln
Stiftung Kalk Gestalten
Bauhaus Köln

St. Josefs Apotheke

Kiosk Utrilla
Bäckerei Hesterbrink
In-Haus
Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
Kran51 e.V.

Kontakt

Bürger:innen Initiative Trimbornstr

trimbornstrassenfest@mail.de
c/o IDYLL
Trimbornstr. 7
51105 Köln